
NECRONOMICON „... Possessed again!“
Veröffentlichungsjahr: 2001
Gesamtspielzeit: 13:35
Musikverlag: Eigenproduktion
Herkunftsland: Deutschland
Tonträgerformat: MCD-R
Was wohl der gute alte Abdul Alhazred dazu sagen würde, daß sich Heerscharen von Metalformationen bei der Wahl ihres Grupppennamens, ihrer Album- oder Liedtitel oder eben in ihren Liedtexten eifrig aus seinem „Buch der Toten Namen“ bedienen...? Auch einer deutschen Thrashlegende, der es leider bis heute noch nicht beschieden ist, zur oberen (deutschen) Thrashliga zu gehören, ist das „NECRONOMICON“ wohl nicht unbekannt, hat man sich doch den Titel eben jenes Buches zum Gruppennamen auserkoren.
Die schon seit 1983 agierende Thrashkapelle, die 1986 über GAMA / Wave Records mit dem überdurchschnittlichen Album „Necronomicon“ debütierte, hat schon einige Zusammenstellungsbeiträge, Demos und Alben auf dem Konto, von denen der größere Teil qualitativ ziemlich überzeugend ist, aber wie 90 % der ehemaligen GAMA-Bands, ist auch NECRONOMICON leider bisher der (große) Erfolg versagt geblieben.
Das sollte sich nun spätestens mit vorliegender Mini-CD „... Possessed again!“ endgültig ändern, verfügen doch NECRONOMICON anno 2001 mit dieser geilen Veröffentlichung, einer gut gemachten und informativen Weltnetzseite und einer Vielzahl positiver Besprechungen und Interviewanfragen von Seiten der Medien über die optimalen Bedingungen für einen vielversprechenden Neubeginn.
Auf vier zwischen drei bis vier Minuten dauernden Stücken präsentieren die vier Thrasher ihre Definition harter Musik: Thrash der Alten Schule, welcher oft an DESTRUCTION oder gar etwas an alte CELTIC FROST erinnert. Wo die Jungs vom Technischen her eher durchschnittlich sind, gleichen sie das durch eingängige Melodien, förmlich spürbare Energie und eine gewaltige Spielfreude wieder absolut aus. NECRONOMICON sind ihrem Stile in jeder Hinsicht treu geblieben und schockieren weder durch neumodische Experimente, noch liebäugeln sie mit einer kommerziellen Ausrichtung. Albentitel, Titelbild und Musik verkörpern den Geist des alten (Thrash)METAL!!! Die Gruppe setzt weiterhin auf Erfolg durch Eigenständigkeit, Beständigkeit und ehrliche Musik. Mit „Fireball“ verfügen NECRONOMICON sogar über eine mitreißende Halbballade, die schon eher dem reinen Heavy Metal, als dem Thrash zuzuordnen ist.
Alles in allem vier absolut geile Heavy-Thrash-Knaller, die jeden Thrashanhänger restlos begeistern sollten. Gebt den Jungs auf jeden Fall eine Chance und unterstützt eine unkommerzielle, beständige und seit Jahren hart im Untergrund kämpfende Kapelle die endlich mal Erfolg verdient hat!